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Der Saltner

Die Geschichte des Wein- und Obstbaus in Südtirol ist eng verbunden mit dem Berufsbild des Saltners, dem Flurhüter.
Bis in die fünfziger Jahre hinein wurden die Saltner von den Bauern um Jakobi (25. Juli) oder Laurenzi (10. August) unter Vertrag genommen. Ihr Dienst dauerte gewöhnlich bis zum Ende der Weinlese.
Der Saltner lebte in der Natur und mit der Natur.
Besonders ausgezeichnet haben sich einige Saltner durch ihre Fachkenntnisse im Bereich der Natur- und Heilkräuter.
Während der Weinlese wetzte der Saltner zudem den "Wimmerinnen" das Rebmesser; an die Zummentrager verteilte er Schnupftabak.
Die Ausrüstung eines Saltners bestand aus einem rindsledernen Wams, einem Brustgehänge mit allerlei Zubehör, darunter geweihte Pfennige und Kreuze, einem Hut mit Federn und Fuchsschwanz, einem Vierzack-Wurfmesser, einem Pfeifl und oft einer Hellebarde.
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